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Collateral Image

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In Collateral Image untersucht Langhelle das Verhältnis zwischen politisch motivierten Graffitis sowie Werbeplakaten und kommerziellen Produkten. Unter anderem sieht man Fotografien aus Berlin, bei denen Langhelle die Botschaften von Werbeplakaten manipuliert, indem er sie mit Graffitis versieht. Dies geschieht physisch: Er fotografiert Graffiti im städtischen Raum und klebt Ausschnitte dieser Fotos auf Plakate oder Objekte. Oft dauert es mehrere Wochen, bevor diese Fotos wieder von den Werbeplakaten entfernt werden. Somit wird auf zwei Fragestellungen fokussiert: Welchen Effekt hat diese doppelte Botschaft und wer kommt im öffentlichen Raum zu Wort?

keine_toleranz_fur_intoleranzDie Fotografien zeigen die Polarisierung im öffentlichen Raum. Langhelle hat die Außenpunkte miteinander verschmolzen und untersucht die Auswirkungen, die sie aufeinander haben. In zwei dieser Werke hat er dies auf physische Weise getan: indem er sie ineinander verwebt.Der Ausstellungstitel bezieht sich auf den Begriff Collateral Damage . Dieser Begriff wurde ursprünglich als Euphemismus für Unfälle oder unbeabsichtigte Schäden verwendet, die bei einer militärischen Aktion entstehen. Langhelle betrachtet seine künstlerische Arbeit als eine Form des künstlerischen Aktionismus.Graffitis sind häufig illegale Ausdrucksformen, die von jungen Menschen im Untergrundmilieu verwendet werden, welche nicht über die Mittel verfügen, ihre Botschaften durch Werbung zu vermitteln oder die nicht zur Kommerzialisierung der Gesellschaft beitragen wollen. Sie werfen dem Bürgertum vor, die Mainstream-Medien zu kontrollieren und somit radikale oder alternative Ansichten auszuschließen. Politisch motivierte Graffitis und Werbung haben dennoch ein gemeinsames Ziel: eine Botschaft auf eine möglichst direkte Art und Weise zu vermitteln.

Der Künstler hat seine unmittelbare Umgebung in Berlin durchstreift und das fotografiert, was er gesehen hat. Diejenigen, die Graffitis anbringen, operieren ebenso in ihrer direkten Umgebung, oftmals in einem Radius von 3-4 Kilometern. Auf diese Weise wird die Ausstellung auch zu einer persönlichen Wanderung durch Berlin.

Daniella van Dijk-Wennberg
Kuratorin Oslo Museum

 

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