ddr på Alexandeplatz U2
ddr-logos
I 1990 ble staten DDR oppløst og de nye landene sluttet seg til landene i den tidligere bundesrepublikken. På hvilke premisser og hvordan gjenforeningen har skjedd kan man si mye om. Den kompliserte transformasjonsprosessen som Tyskland har gjennomgått og fortsatt gjennomgår er et sentralt tema i dette arbeidet.
Denne prosessen gjenspeiler seg i den tranformasjonen som betegnelsen DDR gjennomgår i mitt prosjekt. Forkortelsen for den sosialistiske staten, DDR blir til en varelogo.
De 32 reklameboardene med de forskjellige DDR-varelogos1 skal gi assosiasjoner til kjente varelogoer uten at de blir for lett gjenkjennelig. De spiller på "ostalgi" og på gjenkjennelse av varemerker fra vesten. Ved hjelp av sterke fargekontraster trer de klart frem og marker slik t-banestasjonen.
1. De ble grafisk utarbeidet i et non-profit samarbeid med designfirmaet 52NORD i Berlin.
Politik, Aktion und Kunst - die Stadt als demokratischer Erfahrungsraum

Ein Diskurs über Urbanität, städtische Gestaltung und Kommunikationsstrategien im öffentlichen Raum kann existierende Gesellschaftsstrukturen potentiell offen legen und alternative Modelle aufzeigen. Modelle die in der Praxis ein breiteres Erfahrungsfeld beinhalten, als es der urbane Raum heutzutage seinen Einwohnern/Benutzern anbieten kann. In einem solchen Diskurs lege ich Wert auf den öffentlichen Raum als soziale Arena, in dem die Kommunikation zwischen den Einwohnern der Stadt eine zentrale Stellung einnimmt. Wer kommt in der heutigen Gesellschaft zu Wort und welche Form nimmt dieses Sprechen an? Wie man mit Kunst und Kunstprojekten im öffentlichen Raum umgeht ist selbstverständlich davon abhängig, wie man sich selbst gegenüber dem Begriff Kunst verhält und welche Position man im öffentlichen Raum und in der politischen/kulturpolitischen Landschaft einnimmt. Meiner Ansicht nach kann ein Großteil unserer öffentlich- visuellen Symbolproduktion, direkt oder indirekt, als ein Beitrag zu Meinungsbildungsprozessen betrachtet werden. Dieses zu problematisieren war eine maßgebliche Intention in meinem ddr-projekt - das in einer situationistischen Tradition steht, und sich darüber hinaus auch einer Adbuster-Strategie bedient.
Mein Projekt, in dem die Buchstaben ddr in die aktuelle Warenwelt der kommerziellen Logos transportiert wurden, bekam - wie gewünscht - viel Aufmerksamkeit und wurde lebhaft kommentiert. Das Spektrum von Reaktionen reichte von der Graffiti-Gruppe cbs, die - unter Verwendung einer eingeschränkten Auffassung von der gesellschaftskritischen Nutzung des öffentlichen Raums - bemängelte, das Projekt lasse eine kritische Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Werbung vermissen, bis hin zu Politikern im Berliner Abgeordnetenhaus1 , denen ddr absurderweise wie eine Verherrlichung des ehemaligen Unrechtsstaates vorkam. ddr stieß beim Publikum und auch in der nationalen und internationalen Presse auf reges Interesse - über 30 Printmedien sowie mehrere Radio- und TV-Sender berichteten über das Projekt.
Aage Langhelle, August 2004
1 In einer kleinen Anfrage im Berliner Abgeordnetenhaus wollte der F.D.P.-Abgeordnete Krestel von der zuständigen Senatsverwaltung wissen, ob die Signets nicht ein Unrechtssystem verherrlichen würden, während eine Sprayergruppe auf dem Bahnhof in einer Nacht- und Nebelaktion eine Plakatwand gegen ihr eigenes Logo CBS austauschte. Nach geraumer Zeit tauchte die von CBS entwendete ddr - Plakatfläche plötzlich wieder auf – gut sichtbar montiert an die Fassade des Kaufhofes am Alexanderplatz.
Se også: www.ddr-u2.de
Artikkel i Neue Zürcher Zeitung som PDF
Se Presse for flere artikler og anmeldelser av ddr.
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